Wenn die Musik spielt, sind die Straßen wieder heil

04.06.2017

Bürgerversammlung Fragen der Walder drehen sich um Breitbandausbau und zu schnelle Autos

Die Fragen der Bürger drehten sich in der Walder Bürgerversammlung hauptsächlich um den Breitbandausbau in der Gemeinde. Bürgermeisterin Johanna Purschke erläuterte anhand einer Karte den Umfang des staatlich geförderten Erschließungsgebiets zwei. Gemeinderat Mathias Boos beantwortete die Fragen der Anwesenden zu diesem Thema.

Boos erläuterte zu einzelnen Anfragen, wo der Ausbau durch Kupferleitungen und wo durch Glasfaserkabel erfolgt. Zur Beschwerde, dass es seit Wochen offene Stellen an der Straße gebe und nichts weiter geschehe, erklärte er das Vorgehen der Firma Telekom. „Bis zum Bezirksmusikfest werden alle Löcher wieder zu sein“, versprach er.

Ein bürger beklagte sich, dass auf dem Weiherweg zum Badeplatz trotz Tempo-30-Schildes gerast werde. Da dort viele Kinder und auch ältere Leute unterwegs seien, wurde das Anbringen von Pollern oder aber die Anweisung Schritt zu fahren vorgeschlagen. Die Bürgermeisterin sagte zu, dort die gemeindliche Geschwindigkeitsmessanlage aufzustellen.

Edmund Happ brachte vor, dass der Rasen am Dorfplatz noch vor der Begehung durch die Bezirkskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ in Ordnung gebracht werden sollte. Zur Frage von Sepp Guggemos bestätigte Purschke, dass die Reparatur der Straße an der Waldhalla ganz oben auf der Liste stehe.

Zuvor hatte die Bürgermeisterin in ihrem mit zahlreichen aussagekräftigen Bildern bereicherten Bericht Auskunft gegeben über die Tätigkeiten der Gemeinde im abgelaufenen Jahr und die für heuer vorgesehenen Vorhaben. So stehen noch Straßenausbesserungen, die Renovierung der Kapelle Klosterhof und der Friedhof-Treppenabgang an. Das Pflaster vor dem Leichenhaus soll neu verlegt und der Allwetterplatz dringend saniert werden.

Die beiden Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Seeg erläuterten den Haushaltsplan für 2017 und stellten die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr dar. Bernhard Gantner erläuterte den Verwaltungshaushalt, wobei er darauf hinwies, dass dies die 28. Bürgerversammlung in Wald sei, an der er teilnehme – und gleichzeitig seine letzte vor dem Ruhestand. Sein Nachfolger Armin Ott ging auf den Vermögenshaushalt ein.

Unter anderem wies Ott darauf hin, dass die Steuerkraft der Gemeinde Wald von rund 234 Euro pro Einwohner im Jahr 1996 auf rund 646 Euro pro Einwohner im Jahr 2016 kontinuierlich gestiegen ist. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde ist dagegen ebenso kontinuierlich gesunken, und zwar auf 734 Euro zum Ende von 2016. Heuer soll sie weiter auf 676 Euro sinken.

Wieso für Trauraum mitzahlen?

Zur heuer vorgesehenen Einmalzahlung an die Gemeinde Seeg für die Erweiterung der Verwaltungsräume im Gemeindezentrum Seeg über 91 800 Euro fragte Josef Ampßler an, wieso die VG-Gemeinden ein Hochzeitszimmer für Seeg finanzieren sollten. Ihm antworteten die Kämmerer, dass das bisherige Zimmer für Eheschließungen aus Platzgründen zu einem Büro umfunktioniert werden musste.

Bürgermeisterin Purschke legte dar, dass sich die VG-Versammlung zu dieser Finanzierung entschlossen habe, weil dadurch die Gemeinde Seeg für die Arbeiten keinen Kredit aufnehmen muss, die Mitgliedsgemeinden den jeweiligen Betrag nach Einwohnern aber aus ihren Rücklagen begleichen können. Außerdem sei dann für die neuen, künftigen Räume keine Miete mehr zu bezahlen. Lediglich für die bis jetzt von der Gemeinde für die VG angemieteten Räume sei weiterhin Miete zu bezahlen. (sem)

Verabschiedung Bernhard Gantner
Wappen Gemeinde Wald

Kontakt

Gemeinde Wald

Nesselwanger Str. 4

87616 Wald

08302 - 473

08302 - 1420

info@wald-allgaeu.de

Öffnungszeiten - Gemeinde Wald

Montag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr 

Dienstag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr 

Mittwoch geschlossen

Donnerstag 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr 

Freitag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr