Feuerwehr übt, Räte schauen zu

20.10.2017

Gemeinderat Gremium überzeugt sich, dass Geld für neues Fahrzeug gut angelegt ist. Breitbandausbau in der Gemeinde Wald abgeschlossen

Unter den Augen des Gemeinderates hat die Feuerwehr in Wald eine Übung abgehalten: Dachstuhlbrand in der Schule, das Gebäude ist völlig verraucht, mehrere Personen befinden sich im ersten Stock, von denen eine bewusstlos ist – das war die Ausgangslage die Übung.

Die Feuerwehr Wald/Wimberg ließ sich nicht lumpen und rückte mit allem aus, was zur Verfügung stand: Mit dem neuen LF 10, dem alten Feuerwehrfahrzeug und sogar mit der Wimberger Tragkraftspritze. Unter den aufmerksamen Augen einiger Vertreter der Kreisbrandinspektion leuchtete das neue Fahrzeug den nächtlich dunklen Einsatzort mithilfe des Lichtbaums auf dem Autodach aus. Schnell hatten die Feuerwehrler eine Leiter zur Hand und retteten damit die eifrig um Hilfe rufenden Statisten. Die vermeintlich bewusstlose Person wurde von Atemschutzträgern in einem Tragetuch durch das FeuerwehrTreppenhaus geborgen. Auch hier zeigte sich ein Vorteil des neuen Fahrzeugs: Die Atemschutzausrüstungen haben dort ihren festen Platz und können während der Anfahrt schon angelegt werden, was eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet. Schnell waren Schläuche in den Schulgarten gelegt und es wurde gelöscht – oder besser gesagt, übungshalber der Garten gewässert. Eines zeigte sich dem Gemeinderat ganz deutlich: Das Geld für das neue Feuerwehrfahrzeug ist gut angelegt, die Ausrüstung der Wehr hat sich dadurch entscheidend verbessert.

In der Gemeindekanzlei ging die Sitzung dann mit weniger feurigen Themen weiter: Im Zuge der Erneuerung der Strommasten des AÜW im Gemeindegebiet beschloss das Gremium, den Masten an der Abzweigung Richtung Barnstein – der wie ein Verkehrshindernis direkt an der Straße steht – fünf bis sechs Meter in das anliegende Grundstück hinein zu versetzen. An Kosten muss die Gemeinde etwa 1000 Euro für die dadurch notwendige Kabelverlängerung übernehmen, den Rest übernimmt das AÜW.

Zweiter Bürgermeister und Breitbandpate Magnus Grimm informierte darüber, dass der Breitbandausbau im Dorf nun beendet ist. Rund 70 Glasfaseranschlüsse gibt es nun in Wald, der Rest ist aus Kupfer. Derzeit seien noch Mitarbeiter der Baufirma, die von der Telekom als Subunternehmer beauftragt waren, mit Nachbesserungen unterwegs. „Auch wenn sich erst im Nachhinein Schäden ergeben, zum Beispiel an Drainagen durch die Erdarbeiten für die Kabelverlegung, kann das noch moniert werden“, sagte Grimm. Er riet jedoch dazu, nicht zu lange damit zu warten. Beeindruckend waren die Zahlen, die er zum Breitbandausbau dabei hatte: Über eine Strecke von sieben Kilometern erstreckten sich die Tiefbauarbeiten für die Breitbandverlegung. 12,5 Kilometer Glaserkabel wurden verlegt, zum Teil mehrfach. Allein für die Hausanschlüsse wurden vier bis fünf Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Wer nun in Wald auf schnelleres Internet umstellen möchte, muss dies beantragen. Die entsprechenden Verträge müssen umgestellt werden, sagte Grimm.

Bereits in der letzten Sitzung hatte Bürgermeisterin Johanna Purschke darüber informiert, dass die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED im Gemeindegebiet abgeschlossen ist. Einen entsprechenden Beschluss hatte die Gemeinde Anfang des Jahres gefasst. Wald rechnet mit Einsparungen bei den Stromkosten für die Straßenbeleuchtung um die 53 Prozent. (hie)

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