Gemeinde Wald wehrt sich gegen geplantes Lager für Explosivstoffe

20.11.2020

Ein Einzelunternehmer plant in unmittelbarer Nähe zum Wasserschutzgebiet der Gemeinde Wald ein Pyrotechnik-Lager zu bauen. In dem Lager sollen mehrere Tonnen an Explosivstoffen deponiert werden. Viele Bürger sorgen sich um die Trinkqualität und ihre Sicherheit. Der Gemeinderat hat sein Einvernehmen nicht erteilt.

Der geplante Bunker der Firma Allgäuer Feuerwerke für Explosivstoffe von 25 Meter Länge, 9 Meter Breite und 3,5 Meter Höhe liegt neben dem Wasserschutzgebiet der Gemeinde. Die Wasserquelle ist nur wenige Hundert Meter entfernt. Aktuell versorgt das Wasserschutzgebiet über 450 Haushalte, darunter einige Landwirtschaftsbetriebe mit Milchviehhaltung. Das geplante Bauvorhaben sorgt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Unmut. Ihre Sorgen gelten nicht nur dem Trinkwasser, sondern auch ihrer Sicherheit beim An- und Abtransport der explosiven Ware. Da es sich um ein Zwischenlager für Pyrotechnik handelt, ist mit regelmäßigem Verkehr von Gefahrguttransportern auf einem einspurigen und dafür nicht geeigneten Zugangsweg zu rechnen. Zudem liegt die Stelle an einem Waldstück, das zahlreichen Tieren als Rückzugsort dient. Und auch Einheimische und Touristen erfreuen sich des Rad- und Wanderwegs entlang des Waldstücks. „Wald ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Wir werden nicht einfach zusehen, wie dieses schöne Fleckchen unserer Gemeinde durch einen Bunker verunstaltet wird“, so die erste Bürgermeisterin Johanna Purschke. Die Gemeinde Wald wurde über das geplante Bauvorhaben erst spät informiert. Da das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Schwaben voraussichtlich in den kommenden Wochen über den Antrag entscheiden wird, ist Eile geboten. Die neu gegründete Bürgerinitiative „Pyrotechnik-Lager am Wasserschutzgebiet: Wir sagen Nein!“ hat daher eine Online-Petition ins Leben gerufen mit dem Ziel, das Vorhaben zu verhindern. Über 770 Personen haben sich der Initiative bereits angeschlossen (Stand 20.11.2020) und ihre Stimme für Umwelt- und Naturschutz erhoben. Eine Unterschriftenliste gegen das Bauvorhaben liegt auch im Walder Dorfladen aus. Gemeinsam setzen sich Gemeinderat, Bürgerinitiative und Umweltschützer aus nah und fern dafür ein, dass das Gemeinwohl auch künftig vor Einzelinteressen steht. 

https://www.openpetition.de/waldallgaeu

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