Neues Jahr, neuer Dorfladen

23.12.2019

Am 2. Januar geht es in Wald los. Später folgt der Umbau. Wer das Geschäft führt

Wolfgang Gröll war begeistert: „Das ist der weltweit schnellste Dorfladen!“ Der Dorfladenberater hatte Bürgermeisterin Johanna Purschke und die Walder Bürger in der voll besetzten WaldHalla versiert durch die Gründungsversammlung geführt. Nach der Infoveranstaltung am 25. Oktober 2019 ( wir berichteten ) wurde nun bereits wenige Wochen später der Dorfladen gegründet. Denn bereits am 2. Januar soll der laufende Betrieb des bisherigen Nahversorgers, der Familie Rehle, übernommen werden. Mitte 2020 soll das bestehende Gebäude umgebaut und neu eröffnet werden.

„Wir Aktiven treffen uns zurzeit täglich“, dankte Purschke ihren Walder Mitstreitern in Sachen Nahversorger. Da der bisherige künftig nicht mehr zur Verfügung steht, wollte man mit einem neuen die Versorgung der Walder Bürger sicherstellen: „Dorfladen ist Lebensqualität“, fasste die Gemeindechefin das Motto zusammen.

Bei der Gründung ließen sich 138 Bürger als Anteilseigner registrieren. Sie bringen gemeinsam 77 700 Euro auf. Die Mindesteinlage beträgt 300 Euro.

Die drei beteiligten Arbeitskreise stellten sich kurz vor. Arbeitskreis eins kümmert sich um Recht und Betriebswirtschaft. Manfred Grimm als Sprecher und sechs weitere Mitglieder sind darin vertreten. Der zweite Arbeitskreis beschäftigt sich mit den Themen Sortiment, Dienstleistungen, Ladengeschäft. Die 15 Mitstreiter große Gruppe wird von Ingeborg Raff geführt. Victoria Fisichelli und zwei weitere Aktive schließlich nehmen sich des Marketings und der Werbung an.

Der Arbeitskreis eins konnte auf Vorarbeit des Gemeinderates zurückgreifen. Arbeitskreis zwei überlegt, welche regionalen Anbieter infrage kommen, und wird die fragen, ob sie liefern. Der Arbeitskreis hat nicht nur Poster und Handzettel, sondern auch ein kurzes, begeisterndes Video erstellt.

Bereits am 2. Dezember war die Unternehmergesellschaft (UG) gegründet worden. Vorteil dieser quasi „Mini-GmbH“ ist, dass die Beteiligten nur mit ihrer Einlage haften. Die Gewinnausschüttung ist in Form von Warengutscheinen vorgesehen. Das folgt dem genossenschaftlichen Gedanken: Jeder kann Mitglied werden, keine Gewinnmaximierung, regionale Lieferanten, Stimmberechtigung nach Köpfen, nicht nach Einlagenhöhe.

Wer aber sollte den Dorfladen führen? Auf die Ausschreibung hatte sich bis zum 4. Dezember nur eine Person gemeldet. Die aber ist höchst qualifiziert oder, wie die Gemeindechefin sagte: „a Sau Glück“ sei es gewesen. Die Walderin Ingeborg Raff ist seit vielen Jahren als Einzelhandelskauffrau tätig. Sie machte ihre Ausbildung bei Feneberg, war von 1990 bis 1993 Marktleiterin und Ausbilderin bei Feneberg in Kaufbeuren und Pfronten. Seit 2012 ist sie Abteilungsleiterin Lebensmittel im Marktoberdorfer Kaufmarkt der Feneberg-Gruppe. „Des könnt’ meins sein“, sagte sie nach längerer Überlegung zur Aufgabe, den Walder Bürger-Dorfladen zu führen. Übernommen werden auch die bisherigen Mitarbeiterinnen Gabi Settele, Margit Grimm, Marina Berkmiller und Jenny Michel.

Bei so viel Elan waren denn auch die notwendigen Abstimmungen über die zahlreichen Regelungen des Vertragswerkes kein Problem. Und auch die Wahl zum Aufsichtsorgan, dem Gesellschafterrat, ging zügig. Hier wurden gewählt Johanna Purschke, Magnus Grimm, Oliver Knoblach, Manfred Grimm, Ralph Schmidt, Michaela Schrade und Ingeborg Raff mit Sonderaufgabe als Gesellschafterin der UG sowie als Geschäftsführerin. (ton)

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